Pferde mit schiefen oder zu langen, oder zu flachen Hufen, mit zu hohen Trachten und umgeklappten oder zu prominenten Eckstreben können nicht ungehindert laufen.
Sie haben entweder Schmerzen durch Druck ins Hufinnere, und/oder ihre Körpergelenke sind durch die unpassende Hufstellung blockiert. Ein fehlerhafter Huf reicht, um den gesamten Pferdekörper aus
der Balance und in (starke) Verspannung und Verkantung zu bringen. Denn der Körper ist ein Mobilé, bei dem sich jeder Teil auf alle anderen auswirkt. Sind Hufe aus der Balance, dann gibt es keine
gelöste Beweglichkeit und keine Rittigkeit. Selbst wenn alles andere paßt.
DAfür sind häufig Lahmheiten, Spat, Sehenschäden, Hufrollenentzündungen und Strahlbeinlahmheiten die Folge. Zum Teil mit tödlichem Ausgang fürs Pferd, wenn die Ursache nicht beseitigt wird.
Ich bekomme viele Pferde zu sehen in den verschieden Ställen, die ich besuche, und viele haben hier deutlich sichtbare Defizite, die einfach zu beheben wären.
Auch bei Pferden von SchülerInnen konnte ich immer wieder einschränkende Auffälligkeiten an den Hufen feststellen, selbst wenn der Schmied- oder Hufpflegetermin erst sehr kurz zurücklag. Dies legte nahe, daß leider doch schon mal ungenau oder unwissend gearbeitet wird bzw. wurde.
Auch Tierärzte sind hier nicht unbedingt im Bilde, wie z.B. es im Buch von Heike Veit, "Nerven wie Drahtseile im Huf", über Eckstrebenthematik und Strahlbeinlahmheit, verdeutlicht wird.
Daher ist so wichtig, daß PferdebesitzerInnen und alle, denen ein Pferd anvertraut ist, über einige Kernpunkte von Hufbearbeitung und Hufstellung Bescheid wissen. Sonst sind ihre Pferde einfach ausgeliefert.
Ich kann deshalb allen PferdebesitzerInnen sehr zum Buch von Heike Veit raten "Nerven wie Drahtseile im Huf".
Hier wird vieles sonnenklar, v.a. zum Thema Eckstreben und ihre fatale Wirkung auf Blutgefäße und Nervenbahnen im Huf, und über Hufstellung und Trachten.
Heike Veit hat viele Pferde, u.a. ihr eigenes, vor dem Einschläfern wegen Lahmheiten, aber auch Ekzem und Hufrehe, bewahrt, und ihnen ein hufschmerzfreies, voll bewegtes Leben ermöglicht. Die Pferde konnten und können noch viele Jahre munter und voll aktiv in Freizeit oder Sport leben. Sie gehen (nun barfuß) wieder als Springpferde im Turniersport oder bewältigen lange Wanderritte.
Da ich selber bereits seit über 30 Jahren die Hufbearbeitung meiner eigenen und etlicher anderer Pferde mache, konnte ich in diesem Sinne auch den Pferden meiner SchülerInnen weiterhelfen. Bei mehreren Pferden war nach dem Entfernen von drückenden Eckstreben die Fühligkeit auf steinigem Boden plötzlich weg. Denn die Fühligkeit kam nicht von den Steinen, sondern vom hufinternen Druck.
Auch lange Zehen sind eine enorme Störung der freien Gelenkbewegung, mit weiterer Auswirkung auf Atmung, Verdauung, Psyche. So wurde z.B. ein Pferd nach Stellungskorrektur zu langer Hufe viel ausgeglichener, war nicht mehr so unwillig und ärgerlich, und entwickelte zunehmend einen sehr ausgeglichenen balancierten geschmeidigen Körper.
Ein Pferd wurde sehr gehfreudig und mobil nach der Korrektur schiefer und zu steiler (vorne) und zu flacher (hinten) Hufe. Ein weiteres bekam wieder Interesse an Umgebung und Bewegung, nachdem es durch zu flache, lange Hufe in eine Depressionshaltung verfallen war.
uam.
Hier einige kurze Fallberichte:
kommt in Kürze
